Die Sternwarte

Das Hobby und die Sternwarte(n)

Presse zur ersten Sternwarte 1982

Wie alles begann…

Mein Hobby (Astronomie) begann 1971 mit einem Tasko 114mm Spiegelteleskop aus dem Kaufhaus, das ich mir von meinem ersten, selbstverdienten Geld durch einem Ferienjob kaufte. Nach diversen Selbstbauten nach Staus und einer größeren Unitron Montierung wurde auch der Anspruch an die Optik in den Anfangsjahren schnell größer. 1982 entstand dann am elterlichen Haus als Schutzbau meine erste Sternwarte in Kuppelbauweise (3,20m) nach den Plänen von Staus. Sie beherbergte eine neu angeschaffte ALT5 Teleskop-Montierung, die mir dann auch durch ihren präzisen Lauf und die hohe Belastbarkeit viele Jahre Freude bereitete. Es war noch echte, solide Wertarbeit aus dem Hause Eckhard Alt, natürlich „Made in Germany“. Diese Privatsternwarte am Liethberg war zuletzt für Beobachtungen und Deep-Sky Fotografie mit einem 12″ F/5 Newton Spiegelteleskop augerüstet. Durch den wechselbaren Setup kam mit einem 8″ F/8 Spiegelteleskop und Lichtenknecker Refraktor AK 90mm/ F14,4 für die Planeten-Beobachtungen und -Fotografie einige Geräte hinzu.

Nach neuer Haus- und Familienplanung erfolgte dann auch der erforderliche Rückbau der Privatsternwarte am Liethberg. Die Instrumente brachte ich zwischenzeitlich in meiner neuen,  kleinen Gartenhütte unter. Durch den  beruflichen Werdegang in der Elektrotechnik konnten die erforderlichen Teleskopsteuerungen und sonstigen Zusatzgeräte weitgehend selbst entwickelt und gebaut werden.

Setup Alt5 mit 8" Planeten-Newton

Setup Alt5 mit 8″ Planeten-Newton

Die meiste Freude in der Optik bereitete mir als Planetenbeobachter natürlich ein selbstgebauter 8″ /F8 (siehe Abbildung) Newton. Den Spiegel hatte ich erstmals selbst geschliffen und bei Befort in Wetzlar beschichten lassen; er gelang mir bereits nach zwei „Anläufen“ in sehr guter Abbildungsgüte. Es folgte für die Astrofotografie eine kleine Hypersensiblisierungsanlage für mein Filmmaterial (Technical Pan u. A.), im Eigenbau ein Schiefspiegler (20cm) nach Kutter und die erste Anschaffung eines MPT200 von Lichtenknecker für die Astrofotografie. Vom MPT200/2400 fertigte ich eine „Kopie“ der Schmidtplatte an, die sich als langwieriges aber sehr lehrreiches Projekt für das Verständnis von optischen Schmidt-Cassegrain Systemen erweisen sollte. Das MPT 200 lieferte mir nach einigen Umbauten als lichtstarke (F/4) Flatfield Kamera (FFC) einige Jahre tolle Ergebnisse ab.

Durch Einzug der Digitaltechnik in der Astrofotografie mußte auch meine Hypersensiblisierungsanlage nebst den eingelagerten Filmergebnissen in meinem Gefrierschrank entgültig Platz machen. Ich trennte mich durch die ständigen, technischen Veränderungen auch immer wieder von verschiedenen Teleskopen, zuletzt dann auch schweren Herzens von meiner Alt5 Montierung (Foto); sie war immerhin über 30 Jahre in meinem Besitz. Durch schlechtere Bedingungen, mit störenden Lichtquellen im häuslichen Umfeld, musste noch eine bessere Lösung für nächtlichen DeepSky-Exkusionen her. Dazu schaffte ich mir für Langzeitbelichtungen mit Digitalkameras im „mobilen Feldeinsatz“ ein leichteres Teleskop mit Montierung an.

Mobile Instrumentierung

Mobile Sternwarte… mit 8″ (203/1625mm) GSO RC (Ritchey-Chretien), 80mm Apo Refraktor auf einer EQ6 Pro Montierung.

Nach Wechsel der Instrumente bin ich mit einem Williams 80mm/ F6,8 Apo-Refraktor, 203mm/1625mm Ritchey-Chretien (RC) im Carbon-Tubus und einem (Selbstbau) TMB Apo Refaktor 152/1200mm gut ausgerüstet. Die Skywatcher EQ6 Pro Montierung mit einigen Zusatzeinbauten und Verbesserungen für die Deep-Sky Fotografie lassen z. Zt. wenig Wünsche offen.
Ein Lacerta MGEN Autoguider mit hochempfindlicher Kamera zur präzisen Nachführungskorrektur erleichtert dabei die Langzeitbelichtung mit der EQ6 erheblich. Als Kamera für die Deepsky Aufnahmen verwende ich nach der EOS 20Da, EOS 40Da und Alccd6 nun eine Alccd 9 Astrokamera mit Filterrad, für die Planetenaufnahmen an diesen Instrumenten hochempfindliche Industriekameras verschiedener Hersteller (Basler,TIS u.A.) mit USB und GigE-Anschluß.

Stationäre Sternwarte mit Meade 16″ ACF

Stationär ist inzwischen ein Instrumentarium in der kleinen Gartensternwarte untergebracht, das auch für Schul- und Volkssternwarten oder Forschungsprogrammen an Universitäten geeignet ist. Die Teleskope sind ein kompakter, leistungsfähiger 16″ (406/4064mm) Cassegrain mit Advanced Coma Free (ACF/F10) Optik und ein TMB Apo Refaktor (152/1200mm) mit hervorragender Abbildungsgüte (nadelfeine, farbreine Sterne). Die große LX200 Gabelmontierung ist auf den hochgenauen Encoderbetrieb umgerüstet und damit auf dem neusten Stand der Technik. Alles befindet sich unter einem drehbaren Kuppeldach (Baader Planetarium) und kann im selbstentwickelten Heim- und Remotebetrieb vom Wohnhaus (Gigabit Netzwerk) oder über das Internet vollständig überwacht und gesteuert werden.

Man sieht es…

Gartensternwarte mit Meade LX200 16" ACF (406mm /4064mm) Schmidt Cassegrain

Gartensternwarte mit Meade LX200 16″ ACF (406mm /4064mm) Schmidt Cassegrain

dem kleinen, unscheinbaren Kuppelgebäude jedenfalls nicht an, was sich unter der Hülle verbirgt. Da bekanntlich Sternwarten nicht beheizt sind, stellt der Remote-Betrieb besonders in den kalten, klaren Wintermonaten eine echte Erleichterung dar. Für den automatischen Betrieb mit Nachführung der Kuppel baute ich mir dazu eine Kuppelsteuerung.

Meade LX200 16" Cassegrain

Meade LX200 16″ Cassegrain

Zum Meade 16″ ACF Teleskop

Meine Entscheidung fiel als leidenschaftlicher Planetenbeobachter zu Gunsten eines16″ ACF durch große Öffnung und Brennweite. Es bringt für mich Eigenschaften mit, die sonst nur Instrumente in Einzelanfertigungen mit einem wesentlich höheren Preis haben. Ob es nun die Planeten- oder auch Deep-Sky-Beobachtung, CCD-Astrofotografie oder die Photometrie mit hoher Genauigkeit ist. Dieser kompakte, optische Tubus gehört nach einigen, technischen Änderungen, Verbesserungen und resultierenden, positiven Erfahrungen damit zu den universellsten und leistungsfähigsten Serienteleskopen.

Ich bin natürlich bemüht die Qualität der Instrumente durch Erweiterungen der Elektronik, Mechanik und Optik nachhaltig zu verbessern und auf dem neusten, technischen Stand zu halten. Die Kombination der modernisierten LX200 Gabelmontierung mit hochpräzisen Encoderbetrieb und dem 16″ ACF Tubus liefert dabei nach optischen, elektronischen und mechanischen Verbesserungen erfreuliche Ergebnisse ab. Die optischen Unzulänglichkeiten aus kostengünstiger Konstruktion und Fertigung mit breiter Serienstreuung der Optik ist bei diesem Geräte weitgehend bereinigt; ein zugegeben, großes Manko vieler Schmidt-Cassegrain Teleskope unterschiedlichster Hersteller.

Die Sternwarte im WDR (2.07.2012)

Umbau Meade 16″ ACF

Einige Infos zu Umbaumaßnahmen eines Meade ACF 16″ Cassegrain…

 

 

 

Umbau der Montierung

Nach etwa 20 Jahren treuem Dienst gab es in der großen Gabelmontierung den technischen Supergau…

Gibt es Eis auf dem Mond?197404_160

Diese Frage beschäftigte mich als Amateurastronom schon in jungen Jahren, denn den ursprünglichen Anlass…

Saturn am 5.06.2014

Aktuelles am Himmel

Aktuelle astronomische Ereignisse und Berichte im Jahreskalender…